Ratgeber · Kosten & Finanzierung

Notarkosten in Frankreich: Kaufpreis ist nicht Gesamtbudget.

Beim Immobilienkauf in Frankreich kommen zum Kaufpreis Erwerbsnebenkosten hinzu. Umgangssprachlich werden sie oft als Notarkosten bezeichnet, obwohl ein großer Teil aus Steuern und Abgaben besteht.

Kurz gesagt

  • Kaufpreis und Erwerbsnebenkosten getrennt betrachten.
  • Bestand, Neubau und individuelle Konstellation können sich unterscheiden.
  • Die konkrete Berechnung gehört vor ein verbindliches Angebot.

Was steckt in den frais d’acquisition?

Die Erwerbskosten umfassen unter anderem Steuern und Abgaben, formale Kosten und die regulierte Vergütung des Notars. Der Notar zieht diese Beträge im Rahmen der Transaktion ein.

Bestand und Neubau unterscheiden sich

Nach Angaben der Notaires de France liegen Erwerbskosten bei Bestandsimmobilien typischerweise deutlich höher als bei bestimmten Neubaukonstellationen. Die genaue Berechnung hängt vom konkreten Erwerb ab.

Warum die Reserve wichtig ist

Neben Erwerbskosten können Bankkosten, Versicherung, Renovierung, Umzug und erste Anschaffungen hinzukommen. Ein seriöses Budget berücksichtigt deshalb mehr als Eigenkapital und Kaufpreis.

Nicht mit Renovierungsbudget vermischen

Gerade bei älteren Häusern sollten Erwerbskosten und geplante Arbeiten getrennt kalkuliert werden. Das verhindert, dass notwendige Maßnahmen später aus der laufenden Liquidität bezahlt werden müssen.

Vor dem Angebot rechnen

Wer erst nach dem Kaufangebot mit einer vollständigen Budgetrechnung beginnt, setzt sich unnötig unter Druck. Die bessere Reihenfolge ist: Gesamtbudget verstehen, Finanzierung prüfen, dann gezielt suchen.

Verbindliche Berechnung

Die konkrete Höhe sollte vor dem Kauf mit dem zuständigen Notar bzw. anhand einer aktuellen notariellen Berechnung geprüft werden.

Praktische Checkliste

  • Kaufpreis ohne Nebenposten festhalten
  • Erwerbsnebenkosten separat einplanen
  • Renovierung und Rücklagen nicht vermischen
  • Konkrete Summe vor Kauf mit aktueller Berechnung prüfen
Quellen & Stand

Stand: 29. September 2026. Bei rechtlichen, steuerlichen, notariellen oder finanziellen Fragen gelten die Auskünfte der zuständigen Fachleute und offiziellen Stellen.